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Wie geht es Dir? - Schlut.

Trauer ist keine Krankheit, die geheilt werden muss. Trauer ist auch keine Verstimmung im Sinne von "jemand hat schlechte Laune" oder einen schlechten Tag.

Für die meisten Menschen darf Trauer nicht sein, denn oberstes Gebot ist: Glücklich sein. Wenn allerdings jemand stirbt und einfach nicht mehr, nie mehr, da ist in diesem Leben, kann der Hinterbliebene die aufkommenden Gefühle - Vermissen, Sehnsucht, Wut, Schmerz, Müdigkeit, Erschöpfung - nicht einfach wegspülen wie Duschwasser.

Es ist nicht einfach, einfach glücklich zu sein. Vor allem dann nicht, wenn ein lieber Mensch gestorben ist.

 

Trauer ist etwas Besonderes. Trauer macht stark. Trauer macht schwach. Trauer macht empfindsam. 

Trauer ist keine Phase und dann ist alles wieder gut. Trauer dauert so lange wie sie dauert und ein Teil davon bleibt ein Leben lang.

Trauer ist nahe am Leben, denn der Tod gehört zum Leben dazu.

Und die Trauer gehört zum Tod dazu.

Richtig ausgelebt und bearbeitet - und nicht im Alltag unterdrückt! - kann Trauer aufzeigen, wie lebendig wir in uns ganz tief im Inneren sind. Eine Lebendigkeit, in der es auch Raum für den Schmerz gibt. 

 

Die Trauer ist immer da und es ist wichtig zu lernen, damit zu leben und trotzdem glücklich zu sein.

Häufig wird die Frage gestellt "Und, wie geht es Dir?" - in der Hoffnung, dass die Antwort kommt "Mir geht es gut", in der lieb gemeinten Hoffnung, dass alles wieder in Ordnung und gut sei im Leben. Das ist jedoch nach einem Todesfall lange Zeit nicht der Fall und es gibt auch in späteren Jahren immer wieder Momente der Traurigkeit und Trauer (zum Beispiel am Todestag, am Geburtstag, Jahrestag, Weihnachten). Es ist ohnehin eher schwierig auf die Frage "Wie geht es Dir" eine kurze und sinnvolle Antwort zu finden. Es ist ja auch eher eine Floskel-Frage, auf die der Fragende oft gar keine ernsthafte und schon gar nicht ausführliche Antwort erwartet. Wie wäre es mit der Antwort "Es geht mir schlut" ? Es geht gut und schlecht. Beides. Von allem etwas. Und das muss und kann und darf auch sein. Im Leben eines jeden Menschen und vor allem im Leben eines Menschen, in dessen nahem Umfeld ein lieber Mensch gestorben ist.

 

 

 

 

Hinweis: Meine Tätigkeit versteht sich begleitend und unterstützend und ersetzt weder Ärzte noch Psychologen. 

 

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